in einer zeit - vor meiner zeitPunki
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Punki

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Warum ich schreibe?
Warum ich damit begonnen habe?
Und wann ich eigentlich damit begonnen habe?

Dinge, über die ich mir klar werden möchte. Dir mir, so denke ich, jedoch schon bewusst sind, dennoch nicht absolut. Rational gesehen ist es ein guter Zeitvertreib. Du nimmst dir ein Wort, einen Gegenstand und beginnst zu schreiben. Schon wenn dich die Langeweile anfällt, wie ein Tiger seine Beute, dann nimmst du dir das Wort und reißt es auseinander.
Wenn du die Zeit totschlägst und du wartest, dass sie einfach etwas schneller läuft, kannst du dir die Zeit nehmen, über die Zeit zu schreiben. Und sie wird, ich verspreche es dir, nie schneller vergangen sein, als zu dem Zeitpunkt, wo du die Zeit für dich genommen hast über diese zu schreiben.
(Eine Anmerkung noch zu der Zeit, wobei es nicht mein Belangen ist, nun über die Zeit zu schreiben: Du nimmst die Zeit IMMER für dich. Niemals wird die Zeit dich nehmen! Da kann man sie totschlagen wie man will! Die Zeit wird bleiben!)
Ausführungen, wie der Tod uns die Zeit nimmt oder ob die Zeit durch den Tod uns vielleicht doch entnimmt, lege ich beiseite. Die Anschauung über den Tod in Verbindung mit dem Leben und der irdischen Zeit ist zu individuell. Gehe ich nur wieder an dem Thema meines Belanges vorbei. Halte ich mir diese Anschauung als „Zeitvertreib“ bereit, der später folgen wird.

Mit dem Schreiben habe ich begonnen als ich in die fünfte oder sechste Klasse gegangen bin. Es war wohl die Zeit, wo man anfängt sich mit sich selber zu beschäftigen. Pubertät wird es geschimpft. Wobei ich diesem Wort eher was Negatives abgewinne. Denn Pubertät ist und bleibt in den Augen jeden Erwachsenen eine schwierige Zeit. Für Eltern ist es wohl die schlimmste Zeit, wenn Kinder beginnen eigene Gedanken und Vorstellungen zu hegen. Sie erfassen die Welt mit eigenem Blick, ziehen gedanklich los in eine Gesellschaft, die sie möglicherweise nicht mehr gutheißen lassen können und entziehen sich der Fremdbestimmung. Für Eltern ist es, obwohl sich „Etwas“ abnabelt, eine schwierige Zeit. Denn sie sind Teil dieser Gesellschaft. Es in ein Generationskonflikt der möglicherweise entsteht, da Eltern ihren Kindern nicht mehr nachkommen können.
In diesem Prozess bin ich angefangen zu schreiben. Gedanken in Worte zu fassen aus Unverständnis. Aus Furcht vor diesem Unverständnis habe ich nicht einmal versucht sie zur Sprache zu bringen. Ich ertrank in meinen Gedanken, in meinen Sehnsüchten, in meinen Lebensängsten vor dem Anblick meines Umfeldes mit Unvernunft.

Alles was mein Inneres bewegte versuchte ich zu Papier zu bringen. Es begann mit dem Interesse an dem anderen Geschlecht, welches mir mein eigenes Geschlecht mehr als deutlich vor Augen hielt. Mein Geschlecht, welches alles andere als deutlich war. Ich packte mein Empfinden in Geschichten. Kurzgeschichten, die ich abends im Bett vor meinen inneren Augen abspielen ließ. Es war oftmals eine Quälerei. Ich war auf einer Reise die man als Selbstfindungs- Trip bezeichnen könnte. Unzählige Tränen habe ich vergossen. Ich kam nicht an mich heran. Da gab es nichts zu finden.
Und so lief ich jeden Tag aufs Neue durch die Welt, durch die Zeit, durch die Gesellschaft, vorbei am anderen Geschlecht.
Eine Geschichte trägt den Titel „Im falschen Körper gefangen“. Es ist eine kindliche, vielleicht auch etwas naive Geschichte. Sie ist entspricht keinem großen Intellekt, sondern erzählt ausschließlich die Verbitterung über meiner nicht typisch mädchenhaften Erscheinung.
Die Erscheinung hat sich im Laufe der Zeit geändert, doch die Abfindung damit trägt in manchen Augenblicken immer noch die Verbitterung. Glücklich darüber ein Mädchen zu sein und diesem Geschlecht anzugehören, erweisen sich mir oft die zum Gegengeschlecht gehörenden Merkmale. Und wie so vieles hat auch dieses seine Vor- und Nachteile.
Des Weiteren schrieb ich über Mädchenfreundschaften. Mädchenfreundschaften, wie ich sie zum Zeitpunkt meiner Reise gerne erlebt hätte. Ich phantasierte mir weibliche zwischenmenschliche Beziehungen zusammen, die mir auf meiner Reise behilflich sein wollten. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass ich nicht fähig war eine gewöhnliche Mädchenfreundschaft zu führen. Meine Erscheinung und Wesensmerkmale hinderten mich daran. Und hinderten sie nicht mich, so hielten sie das mir ähnliche Geschlecht von mir fern. Zwar nicht ganz entfernt, aber sie warteten sich eine sichere Distanz. Es war die Zeit, wo die Mädchen mir aufgrund meiner nicht typisch mädchenhaften Erscheinung Komplimente machten.
Weitläufig durchziehen meine Gedanken dieses Phänomen. Es blieb nicht aus, dass ich mich zwangsläufig der Weiblichkeit trotz allem stellen musste. Mein Körper würde immer mehr wesenstypische Merkmale bekommen. Doch würde er wirklich? Und könnte ich damit umgehen? Das Kapitel „dick und dünn“ begann meine Gedanken zu durchqueren. So schrieb ich eine Geschichte, die den Namen „Blind vor Liebe“ trug. Das Mädchen in dieser Geschichte fühlte sich in ihrem Körper, in ihrer Haut nicht wohl. Sie wollte gefallen. Und zwar dem männlichen Geschlecht. Dieses Mädchen entspricht mir teilweise sehr. Aufgrund diverser Mängelzustände verloren ihre Augen jedoch an Sehkraft. Weiß ich nicht, ob dieses biologisch überhaupt möglich ist. Dennoch war es für die Geschichte nötig. Denn für mich ist bis heute wichtig geworden und auch geblieben, dass ausschließlich geschlossene Augen die Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit der Gefühle und Sinnesempfindungen sehen können. Sie sehen die wesentlichen Dinge fühlbarer und eindeutiger als je ein geöffnetes Auge wahrnehmen wird.
In der Geschichte fand das Mädchen in ihrem Blindheitszustand ihre Liebe. Ein Junge, der ihr Beistand., in einer Lebenssituation, die irreal war.
Zu oft habe ich Geschichten geradezu schreiben müssen, die mir die Liebe untersagten. Denn ich versuchte all meine Sehnsüchte, Lebensängste und meine innerlich unsichere Person vor der Welt zu verstecken. Die Verborgenheit war mein Lachen. Ich passte nicht in den vorgegebenen Stereotyp und fühlte mich wie eine Abweichung der Norm. Selbst mein Lachen war ein denkbar schlechter Schutzwinkel. Zwar fiel ich damit nicht durch meine Lebensängste und Unsicherheiten auf, sondern wieder einmal durch ein Wesensmerkmal, welches nicht der Norm entspricht.
Und wieder begann ich Geschichten zu schreiben. War es eine Spirale die sich immer tiefer zu winden begann. Ich nannte eine Geschichte „Es war nur ein Schulflirt“. Die Geschichte beschreibt nüchtern die Empfindungen meinerseits für einen ebenso außergewöhnlichen Menschen. Doch ich wurde indirekt abgelehnt, wie von allen, die mit Besonderheiten und Ungleichheiten nichts anzufangen wussten. Wieder schrieb ich mir meine Verbitterung von der Seele.
Aufgrund meiner Entgegenstellung, ja so fühlte es sich an, ich war die Antithese zur These, wurde ich von beiden Geschlechtern ins Lächerliche gezogen. Ich konnte es tun, ich konnte es lassen, niemanden würde es passen. Die Mädchen lästerten über mein Einzelwesen, die Jungen schikanierten mich dafür.
So endete meine Rundreise auf meiner Außenseiterbühne. Im menschlichen Theater meine Rolle Selbstsicherheit gespielt, auf meiner Außenseiterbühne daran zerbrochen…
…. dahin vegetiert!

Ich schrieb, um mein Umfeld zu verstehen
Ich schrieb, um mir meine Unsicherheit einzugestehen
Ich schrieb, um mein ICH zu definieren
Ich schrieb und schrieb bis zum dahin vegetieren!

Und heute schreibe ich, weil ich eine Reise mache
Man kann auch sagen, einen Selbstfindungs- Trip
Ich suche mich nicht, sondern erschaffe mein Ich
In meiner Welt lebe ich MICH!

Über diesen Prozess habe ich viel geschrieben. Ich habe viel erlebt, viel durchlebt, miterlebt und überlebt. Und ich bereue heute kein einziges dieser „leben“.

So habe ich über die Außenseiterbühne geschrieben, über das Wort mit „L“, über die Sprache, über mein Wunderland, über viele Dinge, die mich tief in meinem Inneren bewegen und mit ihrer Tiefe berühren, mich aber nicht mehr ausgrenzen.


...

im Gegenteil:
ich war nie mehr im Geschehen als heute. Doch trotzdem bewahre ich mir meine Welt. Ich gehe jeden Tag raus zu euch. Sogar auf euch zu. Ihr seid es, die mich zum Schreiben gebracht habt.
Wie sagt man: Ein Pärchen macht sich Probleme, die sie ohne einander gar nicht hätten!
So ist es mir mit euch gegangen. Die Menschen definieren Grenzen.. Guckt euch die Außenseiterbühne an!
Deswegen bin ich gerne bei euch..
~~~
die Menschen, die es zu mir geschafft haben, lassen mich ebenso schreiben. Es ist ein schöneres Niederschreiben!
... weil nur sie meine Seele berührten!!!



~~~
offenes ende

~~~

Nüchterne Erkenntnis

Früher habe ich ausschließlich über meine persönlichen Belange geschrieben

Heute schreibe ich weitflächig
Grenze mein Schreiben nicht ein

Doch Fühler ausstrecken
Kann ich erst dann
Wenn ich weiß
Wo und wer ich bin

Ich kann nicht zur nüchternen Erkenntnis kommen
Wenn ich volltrunken unter mir selber bin!








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